Weinproben Absage

Liebe Mitglieder der Weingilde Bergstraße,

aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie hat der Vorstand beschlossen, die Ligurien-Probe am kommenden Freitag, 23. Oktober 2020 abzusagen.

Wir werden rechtzeitig mitteilen, ob und wann diese Verkostung nachgeholt wird.

Mit herzlichen Grüßen und bleibt gesund

Manfred Berg

Weinlese

Text von Dr. Roland Turowski, Mitglied der Weingilde

Bis auf geringe Mengen haben die Bergsträßer Winzer die Trauben geerntet und in die Keller gebracht. Dort wird sich ein feiner Weinjahrgang 2020 entwickeln, denn die geernteten Trauben waren reif und gesund. Das Wetter zum Zeitpunkt der Lese war trocken, so dass die Erntehelfer und die Maschinenführer der Vollernter ganz in Ruhe arbeiten konnten.

Max Beckmann, Die Weintraube – gesehen im Städel, Frankfurt

Das Deutsche Weininstitut – DWI – scheibt in seiner Pressenotiz vom 9. Oktober 2020, dass die geerntete Menge bundesweit etwa auf dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt. Für die Hessische Bergstraße wird in dieser Aufstellung ein Zuwachs von 31 % genannt. Diese Angabe überraschte. Bei Recherchen vor Ort konnte sie aber nicht bestätigt werden. Zwar gab es bei allen Winzern eine deutlich bessere Ernte als im Jahr 2019, das von der Menge her unterdurchschnittlich war. Gegenüber dem Zehnjahresschnitt gab es bei den meisten Betrieben nur einen moderaten Zuwachs. Relativ hoch liegt dabei die Bergsträßer Winzer eG – BWeG, die den Anstieg für die an sie liefernden Genossen auf 11 % beziffert.

Die Qualität des eingebrachten Lesegutes ist erneut hoch. Alle Winzer sprechen von einem sehr guten Jahrgang.

Quellen: DWI, Pressenotiz der BWeG, eigene Recherchen

Mitgliederversammlung 2020 im Spiegel der Presse

HAUPTVERSAMMLUNG MANFRED BERG FOLGT AUF ROLAND TUROWSKI NACH 15 JAHREN AN DER SPITZE

Weingilde mit neuem Vorstand

ARCHIVARTIKEL17. September 2020 Autor: Thomas Tritsch (tr)

Bergstraße.Vor zwei Jahren bereits hatte Roland Turowski sein Ausscheiden aus dem Vorstand der Weingilde Bergstraße angekündigt. Bei der Hauptversammlung, die im März wegen der Corona-Krise verschoben wurde, übergab er nach 15 Jahren an der Spitze den Vorsitz an Manfred Berg. Die Wahl erfolgte einstimmig. Beide sind Gründungsmitglieder der Vereinigung, die 2002 formiert und im März 2011 in einen Verein umgewandelt wurde.

Mit 51 Mitgliedern ist die Gilde derzeit personell gut aufgestellt. 38 von ihnen wählten im Bürgerhaus Kronepark in Auerbach den neuen Vorstand. Weiter lesen……

Mitgliederversammlung 2020

Am Freitag, 4.9.2020 fand die Mitgliederversammlung des Jahres 2020 der Weingilde Bergstraße im Bürgerhaus “Kronepark” in Bensheim-Auerbach statt. Auf dem Programm standen neben dem Bericht des Vorstand auch die Neuwahl des gesamten Vorstands.

Hier einige Impressionen.

Roland Turowski bei seinem letzten Bericht als Vorsitzender der Weingilde
Blick ins Plenum
der neu gewählte Vorstand. Vorn sitzende von li: 1. Vorsitzender Manfred Berg, daneben der Stellvertreter Winfried Christ; dahinter stehend von li Zara Proß und Angelika Czypull (Beisitzerinnen), Florian Golz (Beisitzer), Lothar Meyer (Schriftführer) und Boris Auer (Beisitzer)

Weingilde: 2. online-Weinprobe

Weine aus Franken sollen in die Gläser kommen bei der 2. online-Weinprobe der Weingilde. Marlies und Winfried Christ waren vor Ort und haben drei Silvaner unterschiedlicher Qualitätsstufen und eine Domina eingekauft. Sie werden die Weine auch vorstellen. Die Bereitstellung der Schalttechnik sowie die Moderation der Weinprobe liegt wie bei der ersten online-Weinprobe bei Conny und Robert Eberle.

Das Weinland Franken und die Rebsorte Silvaner gehören heute zusammen wie “Pech und Schwefel”. Knapp 25 % der Rebfläche Frankens sind mit Silvaner bestockt. Insbesondere auf den kalkhaltigen Böden in Franken, mineralischer Muschelkalk im Maindreieck und Gipskeuper im Steigerwald, fühlt sich der Silvaner wohl und bringt vollmundige bis elegante Weine mit milder Säure und feiner Fruchtigkeit, die von Apfelaromen bis ins Exotische spielen kann.

Weine für die 2. online-Weinprobe der Weingilde

Seit gut 360 Jahren ist der Silvaner in Franken heimisch. Die Grafen von Castell pflanzten ihn erstmals im Jahr 1658. Zuerst stand er im Gemischten Satz. Ende des 19. Jahrhunderts wurden dann sortenreine Weingärten angelegt. Nach der Vernichtung der Weinberge durch die Reblaus musste sich der Silvaner gegen “neue” Weinreben behaupten. – In Franken waren die Weinbauern damit erfolgreicher als in allen anderen deutschen Weinbaugebieten. Denn bis in die 1970er Jahre war der Silvaner die wichtigste Rebsorte für Weißweine in Deutschland, ging dann aber bis unter 5 % zurück.

Der Silvaner stammt mit großer Sicherheit aus Österreich. Genanalysen haben ergeben, dass er eine natürliche Kreuzung aus Traminer und Österreichisch Weiß ist, d.i. eine autochthone Rebsorte, die in Österreich heute keine Bedeutung mehr hat.

Die Domina ist eine fränkische Spezialität. Sie ist eine Keuzung aus Blauem Portugieser und Spätburgunder, gezüchtet im Jahr 1927. Von den rund 380 ha in Deutschland sind etwa 85 % in Franken angelegt. Die Weine sind farbintensiv und körperreich, sie sind säure- und gerbstoffbetont.

Quellen: … franken-weinland.de, … deutscheweine.de