wünscht die Weingilde Bergstraße allen Mitgliederen und Freunden

Weihnachstmarkt Bensheim
Quellen: Regierungspräsidium Darmstadt/Dezernat Weinbau, ddw (der deutsche weinbau), Silkes Weinkeller
Der Jahresabschluß der Weingilde fand diesmal im “Kuhstall” des Weinguts Jäger in Bensheim statt. 1. Vors. Manfred Berg konnte ca 40 Personen begrüßen. Angestoßen wurde mit einem Chardonnay-Sekt von der Lage Bensheimer Kirchberg, dann folgte die inzwischen bundesweit bekannte Spezialität der Bergstraße, ein roter Riesling, eine Weißweintraube, die aber vom Weingut wie ein Rotling oder Rose in der Flasche steht – einmalig an der Bergstraße. Eine Cuveè von Chardonnay und weißer Burgunder rundet dann die erste Probe ab.

Hauptakteure dieses Abends waren Stefanie und Manfred Berg sowie Michael Jäger, die die Weine sachkundig besprochen haben. Mit einem kleinen Zwischenprost schaltete sich noch Mitglied Jürgen Kotrade ein, der die biblische Gestalt Noah in Verbindung mit edlem Wein würdigte, ein Vorgeschmack auf die nächste Veranstaltung der Weingilde am 20.1.2023 im PiPaPo-Theater: Wein und Gedicht. Nach einer schönen Brotzeit gab es zum Abschluß noch eine 2019er Auslese vom roten Riesling Lage Bensheimer Hemsberg.
Unsere Mitglieder Frank Heyder und Christian Bort zeigen am 11.11. im Wappensaal des Dalberger Hofs in Bensheim, wie man Wein mit einigen effizienten, zugelassenen Mitteln besser und schmackhafter machen kann. Sie werden in dieser besonderen Weinprobe gebräuchliche kellertechnische Maßnahmen vorstellen und in Vergleichsproben die Auswirkungen auf die sensorische Wahrnehmung darstellen. Die beiden Hobbywinzer bringen auch eigene Erzeugnisse mit und bieten damit tiefe Einblicke in das „Weinmachen“. Eine außergewöhnliche Probe, die wir in dieser Art noch nicht hatten!
Nur ein paar Beispiele aus einem Katalog eines angesehenen “Weinhelfers” aus Geisenheim:
Nur eine kleine Auswahl. Wir werden gespannt sein, welche Weine, mit welchen bearbeiteten Mitteln zur Verbesserung unserer Sensorik wir in die Gläser bekommen. Es wird mit Sicherheit ein einmaliges Erlebnis werden.
Quellen: Weinfreunde, Weinwirtschaft (Meininger) ddw (der deutsche Weinbau), die Mitglieder Florian Golz und Conny Eberle, FAZ
Es war wieder eine gelungene Veranstaltung nach der Sommerpause. Angelika Czypull und Udo Schmidt-Czypull haben vor Ort Weine ausgesucht, die in ihrer Vielfalt die Weinstilistik und die Weinqualität des südlichsten Weinanbaugebietes in Deutschland widerspiegeln. Vom kleinen Weingut über das große, von der Winzergenossenschaft zum VDP-Winzer, halbtrocken, trocken, Biowein, im Barrique ausgebaut, Extra Spätlese, erste Lage, große Lage, Vulkangestein, Kalk, Ton, Löss und Mergel, Muschelkalk und Keuper, alles war dabei und wird stark geprägt von diesem einzigartigen Boden, der Qualität der Winzer und den sehr günstigen klimatischen Bedingungen. Es gilt der Slogan “Badischer Wein, von der Sonne verwöhnt”.



“Dicke Schalen, wenig Saft und der Jahrgang 2022 wird etwas teurer werden” so titelt die FAZ die Weinlese an unserer Bergstraße. Hört man die Winzer, so herrscht allgemeine Zufriedenheit trotz des “superheißen” Sommers. Bei dem Beginn der Lese wird der Zeitpunkt nicht mehr wie in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten von den örtlichen Lesekommissionen vorgeschrieben, sondern richtet sich nur noch nach dem Fortschritt der Traubenreife und den erreichten Oechslegraden. Das beurteilt der Winzer und der versteht sein Handwerk an der Bergstraße. Und so können wir sicher sein, daß aus den gelesenen Trauben wieder hervorragende Weine entstehen. Bemerkenswert ist, daß der Beginn der Lese immer weiter nach vorne rückt. So wurden z.B. die frühreifenden Sorten wie Solaris und Ortega in der Pfalz am 15.8., der Chardonnay für die Sektherstellung im Taubertal schon in der 3. Augustwoche geerntet und an der Bergstraße hat man am 27.8. begonnen. Und so konnte man den Federweißen schon ab 20.8. genießen.
Unser Mitglied Roland Turowski war – wie immer – bei der Weinlese dabei und stellt uns einige Bilder zur Verfügung.



Am 14.10. ist es mal wieder so weit: die Weingilde Bergstraße trifft sich um 19 Uhr 30 im Wappensaal des Dalberger Hofes in Bensheim, um die Vielfalt der Spätburgunder vom Kaiserstuhl kennen zu lernen. Die Region ist die wärmste Weinbauregion Deutschlands und gleichermaßen Tourismus-Hochburg wie auch Heimat einiger der besten Weiß-, Grau- und Spätburgunder. Das Weinbaugebiet des Kaiserstuhls erstreckt sich über eine Gesamtfläche von ca. 4200 ha. Direkt am Rhein, eingeschlossen von den Weinregionen Breisgau und Tuniberg nordwestlich von Freiburg, ist es eine der kleineren Weinregionen in Baden. Unsere Mitglieder Angelika und Udo Schmidt-Czypull, Liebhaber der Spätburgunder, haben vor Ort verkostet und ausgesucht und sie werden im Wappensaal vom einfachen Wein bis zum Spitzenwein, vom kleinen Weingut über den VDP-Winzer bis zur großen Genossenschaft uns die Weinstilistik und Weinqualität des Kaiserstuhls näher bringen.
Es sind eben diese vom Vulkangestein geprägten Rebflächen, die den Weinbau im Kaiserstuhl in besonderem Maße auszeichnen: Vor allem dort, wo die Reben direkt in das Vulkangestein wurzeln, wird tagsüber Wärme in den dunklen Steinen gespeichert und in den kühlen Nächten an die Reben abgegeben. So können die Trauben besser und gleichmäßiger ausreifen. In vielen vulkanischen Lagen lassen sich zudem weiße Kalkeinschlüsse und Löss finden. Eine Kombination, die insbesondere Burgunder-Rebsorten hervorragende Voraussetzungen bietet. Der Slogan „Badischer Wein, von der Sonne verwöhnt“, wurde ein Markenzeichen dieser Region.
Die Burgunder-Oase Baden zeigt mit 35 % Anteil mit dem Spätburgunder ihr schönstes Gesicht. Die Weine vom Kaiserstuhl haben in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg in Sachen Qualität erlebt. Doch immer noch hinkt der Ruf hinterher. Da wollen wir mit unserer Verkostung am 14.10. den Anstieg der Qualität bestätigen. Spätburgunder ist in Baden die meistangebaute Rebe, da sie in der Region hervorragende Ergebnisse bringt. Der badische Spätburgunder hat viel Kraft und Finesse zugleich und die Weine vom Kaiserstuhl brauchen sich vor den großen Vorbildern aus dem Burgund nicht mehr verstecken. Satte Aromen von Waldfrüchten und Erdbeere, die auf der Zunge tänzeln und nicht überfordern, mit einer leichten Würze nach Nelke und Zimt, machen den unverkennbaren Charakter aus. Die besondere Mineralität des vulkanischen Gesteins sorgt für das gewisse Etwas. Mit einem leichten Barrique-Ausbau bekommt der Wein den nötigen Feinschliff und sorgt für ein seidiges Mundgefühl.
Quellen: Weinfreunde, eigene Recherche