Sekt & Strategie > Zukunft

Bewährte Führungsspitze führt Weingilde ins Jubiläumsjahr 2027

Bensheim / Heppenheim / Zwingenberg. Die Weingilde Bergstraße stellt die Weichen für ihr Jubiläumsjahr 2027: Dann wird die Gilde ihr 25jähriges Bestehen feiern. Bei der Mitgliederversammlung 2026 wurde (am Samstag, 14. März) die Führungsspitze der Weingilde im Amt bestätigt und das Vorstandsteam weiter verjüngt (Einzelheiten dazu sind unten nachzulesen). „Wein ist ein uraltes Kulturgut und wir sehen die enormen Herausforderungen der Branche, in der sich viele Betriebe auch 2026 erkennbar im Krisenmodus befinden. Aber wir registrieren auch die Chancen, die wir gemeinsam nutzen wollen, um die Weinkultur an der Bergstraße weiter zu pflegen“, beschreibt der Weingilde-Vorsitzende Manfred Berg die aktuelle Situation.   

Erste Probe mit 2025er Weinen von der Bergstraße  

Die Mitgliederversammlung der Gilde wurde kombiniert mit einer Weinprobe – mit frisch abgefüllten Weinen des Jahrgangs 2025: Dabei probierten die Gilde-Mitglieder zum Beispiel einen trockener 2025 Sauvignon Blanc vom Weingut Freiberger (Heppenheim), das in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen feiert: Dieser trockene Prädikatswein (Kabinett) des seit 1926 bestehenden Familienbetriebes wurde bei der aktuellen Landesweinprämierung mit einer „Goldenen Preismünze“ ausgezeichnet. Zum Essen präsentierte die Gilde einen 2025er Weißen Burgunder aus der Lage „Bensheimer Kalkgasse“ (Weingut Stadt Bensheim), einen 2025er Roten Riesling vom „Heppenheimer Eckweg“ (Bergsträßer Winzer, Heppenheim) sowie einen 2025er Spätburgunder Blanc de Noir von der Odenwälder Winzergenossenschaft (Groß-Umstadt).  

Blick auf Erfolge und Herausforderungen für Zukunft

Im Bericht des Vorstands erinnerte Manfred Berg an die erfolgreichen Aktivitäten und Veranstaltungen der Weingilde seit der Mitgliederversammlung 2025. Immer wieder wurden spannende Themen und Produkte präsentiert – erstmals auch alkoholfreie Getränke aus Weinblättern – auf der Basis von Forschungen des Biotechnologie-Unternehmens BRAIN aus Zwingenberg. Mit Blick auf die für viele Winzer schwierige Lage auf dem Weinmarkt thematisierte die Weingilde bei ihrer Mitgliederversammlung auch ihre eigenen Herausforderungen für die Zukunft. „Aktuell erfolgen fast achtzig Prozent der Weineinkäufe bei Winzern durch Verbraucher aus der Alterskategorie 55plus. Vom demographischen und kulturellen Wandel bleibt die Arbeit der Weingilde natürlich nicht unberührt“, erläuterte Vorstandmitglied Robert G. Eberle. Wenn Fachleute bis 2040 einen durchschnittlichen Rückgang des Weinabsatzes von jährlich mehr als vier Prozent im Jahr prognostizieren, wirke sich das natürlich auf die Entwicklungspotentiale und Veranstaltungsformate der Weingilde aus.

„Wie die Winzerbetriebe dürfen auch wir den richtigen Zeitpunkt für notwendige Veränderungen nicht verpassen: Wir müssen Trends ausprobieren und durch attraktive, erlebnisorientierte Angebote immer wieder neue Weinfreundinnen und -freunde gewinnen“, so Eberle. Nach dem Jubiläumsjahr 2027 müsse bei der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2028 deshalb auch diskutiert werden, ob die aus dem Jahr 2002 stammende Satzung der Weingilde noch in die Zeit passe: „Zur Zukunftssicherung unserer Gilde könnten optimierte Lösungen praktikabler sein.“     

Weingilde erstmals mit Veranstaltung zum „Sekttag“

Beim Weintreff“ – zum Auftakt des Bergsträßer Weinfrühlings (25. April) – will sich die Weingilde auch 2026 erneut engagieren und „Themen-Rundgänge“ anbieten – nicht nur zu Rieslingen und Rotweinen, sondern zudem zu Schaumweinen von der Bergstraße. Hier hat die Gilde prominente Unterstützung angeworben: Weinkönigin Chiara Fischer hat sich bereiterklärt, beim Weintreff im Kultur- und Kongresszentrum („Kuko“) in Bensheim mehrere Themenführungen zu Sekt-Spezialitäten zu übernehmen. Im Rahmen des Weinfrühlings wird die Gilde erstmals eine Veranstaltung zum „Deutschen Sekttag“ organisieren:  Am Samstag, dem 9. Mai (Sekttag 2026), ist eine Probe mit Schaumwein-Spezialitäten aus der Region geplant – ein Termin, zu dem sich Sektfreunde bereits anmelden können (Kostenbeitrag 25 Euro pro Person). Schon den Neujahresempfang hatte die Weingilde prickelnd gestaltet. Denn 2026 feiert die Schaumweinbranche in Deutschland einen runden Geburtstag: 1826 war die erste Sektkellerei auf deutschem Boden gegründet worden.

———————————————————————

Weingilde-Vorstand 2026 – neugewähltes Team

Der neugewählte Vorstand der Weingilde Bergstraße (v.l.n.r.): Robert G. Eberle (2. Vorsitzender), Eric Tjarks (Schriftführer), Anette Klüber-Meyer (Beisitzerin für Internet und Social-Media), Manfred Berg (1. Vorsitzender) und Michael Discher-Remmlinger (Rechner).                                Foto: Weingilde Bergstraße – Conny Karle

Bei der Mitgliederversammlung 2026 der Weingilde Bergstraße standen Neuwahlen auf der Tagesordnung: Manfred Berg (1. Vorsitzender) und Robert G. Eberle (2. Vorsitzender) wurden mit großer Mehrheit für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Neuer Rechner des Vereins ist der Finanzexperte Michael Discher-Remmlinger. Er übernimmt das Amt von Achim Weidmann, dessen jahrelanger Einsatz im Vorstand der Weingilde bei der Mitgliederversammlung besonders gewürdigt wurde. Alle, die nicht mehr für ein Vorstandsamt kandidierten (darunter auch Angelika Czypull und Boris Auer) erhielten als Abschiedsgeschenk eine Weinrebe: „Damit das Engagement für Weinkultur in ihrem Leben auch künftig Wurzeln schlägt und sie die Früchte ihres Einsatzes auch in Zukunft in jedem Jahr neu genießen können – im eigenen Garten.“

Eine Rebe und großes Lob für seine langjährige, zuverlässige Mitarbeit bekam auch der bisherige Schriftführer Lothar Meyer. Für ihn rückt Eric Tjarks nach, der dem Vorstand bereits als Beisitzer angehört hat. Neu im Weingilde-Vorstand ist die erfahrene Vereinsmanagerin Anette Klüber-Meyer (Zwingenberg): Sie wird sich künftig vor allem im Aufgabenbereich Internet / Social Media engagieren. Die Gilde will ihre Online-Aktivitäten 2026 weiter ausbauen. So sollen weitere Wein-Interessierte aus der Region für die Veranstaltungen und eine Mitgliedschaft in der Gilde gewonnen werden.           

Verabschiedung aus dem Vorstand der Weingilde Bergstraße: Boris Auer, Angelika Czypull und Lothar Meyer erhielten für ihre langjährige Mitarbeit vom Vorsitzenden Manfred Berg eine Rebe überreicht (s.o.): „Damit ihr Engagement für Weinkultur in ihrem Leben auch künftig Wurzeln schlägt und sie die Früchte ihres Einsatzes auch in Zukunft in jedem Jahr neu genießen können – im eigenen Garten.” Fotos: rge  

Der Weingilde-Ehrenvorsitzende Roland Turowski (s.u.) hat seinem Nachfolger Manfred Berg zur Mitgliederversammlung 2026 eine Überraschung mitgebracht: Ein kleine Glocke, mit der sich der Weingilde-Vorstand an der Bergstraße bei lebhaften Debatten (zum Beispiel über Zukunftsstrategien, Veranstaltungsformate und Weinqualitäten) ab sofort leichter Gehör verschaffen kann.

  • Die Weingilde Bergstraße ist Mitglied der Bewegung “Wine in Moderation”, die für Wein mit Maß und Stil wirbt: Es geht um maßvollen Genuss als Teil eines gesunden Lebensstils. Wein ist nach Überzeugung der Gilde-Mitglieder ein hohes traditionsreiches Kulturgut und für viele fester Bestandteil eines guten Essens. Gäste sind bei Weingilde-Veranstaltungen herzlich willkommen; die Gilde nimmt weitere neue Mitglieder auf, die sich für Wein-Kultur interessieren (und bereit sind, auch selbst einmal eine interessante Probe zu organisieren).

„Mandelbäume in Blüte“

Hervorgehoben

Bergstraße erwartet Sonne und Wanderer in Weinbergen

Heppenheim / Bensheim / Zwingenberg. In Südhessen kommt Frühlingsfreude auf: Viele Mandelbäume in den Weinbergen zwischen Zwingenberg und Heppenheim (Bergstraße) werden in den nächsten Tagen bereits in voller Blüte stehen. Die Mandelbäume mit ihren rosa Blüten gelten als erste Boten des Frühlings. Sie locken schon zahlreiche Insekten an.

Milde Temperaturen sorgen dafür, dass die Blütenknospen platzen. Experten erklären das so: Wärme aktiviert Wachstumshormone der Pflanzen – die Knospen nehmen über die Wurzeln und Leitbahnen Wasser auf und ihre Blütenanlagen dehnen sich um ein Vielfaches aus: Wenn die Knospenschuppen (Schutzschicht vor Austrocknung und gegen Frost) aufplatzen, werden die rosafarbenen oder weißen Blütenblätter sichtbar. Durch das besonders milde Klima in der Rheinebene gilt die erste Baumblüte im März an der Bergstraße als normal – meist mehrere Wochen früher als in anderen Regionen Deutschlands.

Weinfrühling an der Bergstraße: Blühende Bäume in Weinbergen zwischen Heppenheim und Zwingenberg locken vor allem an Wochenenden Wanderer an.  

           Foto: Robert G Eberle

Schon Goethe fasziniert: „Paradies kann nicht schöner gewesen sein“

Schon Goethe soll begeistert gewesen sein: “Kommst du zur Zeit der Mandel-, Pfirsich- und Kirschblüte an die Bergstraße, fühlst du, dass das Paradies nicht schöner gewesen sein kann“. Nach den Mandelbäumen blühen auch die Kirschen und etwas später die Aprikosen. Bei Sonnenschein und frühlingshaftem Hochdruckwetter rechnen Winzer und Tourismusfachleute an den bevorstehenden Wochenenden mit vielen Besuchern, die durch die Weinlagen wandern und den stimmungsaufhellenden Blick auf die blühende Natur genießen wollen.

  • Ende April beginnt der „Bergsträßer Weinfrühling“ (vom 25. April bis 31. Mai 2026). Beim Weintreff am 25. April bietet die Weingilde Bergstraße erneut Themenrundgänge an. Der Weinfrühling bietet viele Möglichkeiten, die Region zu erkunden: Wanderungen durch die Weinberge, Sekt- und Weinproben sowie Kulinarik-Angebote locken in jedem Frühjahr viele zehntausend Gäste in die Region zwischen Heidelberg und Darmstadt.
  • Premiere im Jahr 2026: Die Weingilde feiert im Rahmen des Weinfrühlings am 9. Mai den “Deutschen Sekttag” – mit einer Probe, bei der sieben Sektspezialitäten der Region Bergstraße verkostet werden können (Kostenbeitrag 25 Euro p. P. – Anmeldung hier).
  • Weitere Informationen zum Weinfrühling unter: www.bergstraesser-weinfruehling.de.

Fotos: Robert G. Eberle / Weingilde Bergstrasse.

Sektempfang 2026 macht Mut  

Gilde: Blick auf Chancen und Genuss-Kultur

Bensheim. In einer Zeit komplexer Krisen und Kriege will die Weingilde Bergstraße auch 2026 dazu ermutigen, das Leben zu feiern, die Genuss-Kultur zu pflegen und Traditionen neu zu erfinden. Bei einem Neujahrsempfang in Bensheim (3.1.) präsentierte die Gilde ihr Programm für das erste Halbjahr dieses „Jubiläumsjahres“, in dem in Deutschland „200 Jahre Schaumweinproduktion“ gefeiert werden kann.

Die Gilde organisiert deshalb erstmals eine Veranstaltung zum Deutschen Sekttag:  Am Samstag, dem 9. Mai (Sekttag 2026), wird es im Rahmen des Bergsträßer Weinfrühlings eine Probe mit Schaumwein-Spezialitäten aus der Region geben – ein Termin, den sich Sektfreunde im Terminkalender bereits vormerken können. Zwar ist auch der Sektkonsum in Deutschland in den zurückliegenden zehn Jahren etwas gesunken ist, was für besorgniserregend klingende Schlagzeilen („Schaumwein wird zum Auslaufprodukt“) sorgte.

Doch der Neujahrsempfang der Weingilde 2026 war vom Versuch geprägt, der Weinbranche – auch an der Bergstraße – Mut zu machen. „Es gibt nicht nur Abwärtstrends und große Herausforderungen – vor allem durch die Klimakrise und das sich ändernde Konsumverhalten. Es gibt auch erkennbare Chancen – zum Beispiel mit Blick auf den Weintourismus und die Rekordzahlen bei Inland-Reisen“, erklärte der Weingilde-Vorsitzende Manfred Berg bei der Jahresauftakt-Veranstaltung.

Prickelnder Vortrag zu 200 Jahre Schaumwein-Produktion in Deutschland von Robert Eberle.

Vortrag: Von „Auslaufprodukt kann keine Rede sein“

Obwohl der Pro-Kopf-Konsum (bei Personen über 16) auf 36 Gläser Sekt im Jahr zurückging (2014 waren es noch 46 Gläser): Auch 200 Jahre nach Beginn der Sektproduktion in Deutschland könne nicht von einem „Auslaufprodukt“ die Rede sein, erklärte Gilde-Vorstand Robert Eberle in seinem Vortrag zum Neujahrsempfang. Studien zufolge werde Sekt-Genuss individueller und flexibler: Offenbar gewinnen kleine, alltägliche Genussmomente an Bedeutung – Sekt werde nicht nur bei offiziellen Festanlässen getrunken. Der Vortrag zum Neujahrsempfang verdeutlichte, dass 1826 das zentrale Jahr für die erste Sekt-Boomphase war: Mit vielen Akteuren, die sich vor zwei Jahrhunderten um die Erforschung und Produktion des Schaumweins verdient gemacht haben – auch in Ungarn, Niederschlesien, im Rheinland und im Frankenland.

Prosit: Gilde-Vorsitzender Manfred Berg beim Neujahrsempfang 2026 in der Scheune an der Stadtmauer.

„Champagner – deutsch-französischen Erfolgsgeschichte

Viele Pioniere der Champagnerhäuser hatten deutsche Wurzeln. Unternehmer wanderten nach Frankreich aus, lernten das Handwerk und gründeten Häuser, die heute weltberühmt sind. Champagner wurde zu einer deutsch-französischen Erfolgsgeschichte – ein Austausch von Know-how über Grenzen hinweg“, erklärte Eberle. Beim Neujahrsempfang 2025 hatte die Weingilde ins Kino eingeladen und dort zum Historiendrama „Die Witwe Clicquot“ den passenden Champagner präsentiert. Ein Geschäftspartner dieser Witwe, der die Geheimnisse der Schaumwein-Produktion in Reims (Frankreich) kennengelernt hatte, kam 1826 wieder in seine Heimat nach Deutschland zurück: In Esslingen gründete Georg Christian Kessler eine Sektkellerei – die älteste Deutschlands. So stand die spannende Lebensgeschichte Kesslers im Mittelpunkt des Gilde-Neujahrsempfangs 2026. Die Gäste konnten prickelnde Spezialitäten dieser Sektkellerei aus Esslingen probieren und ihre Gläser erheben – „auf ein Zuversicht bringendes Jahr 2026: Für die Weingilde Bergstraße. Und für den Weinbau hier in der Region, der Chancen hat. die Genusskultur und den Tourismus der Zukunft an der Bergstraße mitzugestalten.“

Gilde-Vorstand Manfred Berg und Robert Eberle beim Neujahrsempfang 2026 - mit Blick auf das Sektjahr 1826.

Hinweis auf Technik-Geschichte und “Buhlbacher Schlegel”

Die spannende Schaumwein-Geschichte mit starker Medien-Resonanz sorgt für viele Rückmeldungen bei der Weingilde – auch mit Blick auf die Herausforderung von 200 Jahren, druckfeste Flaschen zu konstruieren. Einen interessanten Hinweis dazu bekam die Gilde von einem Zeitungsleser, der über frühe Experimentierte englischer Winzer und Händler mit stärkerem Glas (im 17. Jahrhundert) schreibt: “Das war möglich, weil England bereits koksbefeuerte Glasöfen hatte – sie erzeugten heißere Temperaturen und damit robusteres Glas als die französischen Holzöfen. Dadurch konnten die Engländer früher mit Flaschengärung experimentieren.” Allerdings waren diese frühen englischen Flaschen offenbar noch nicht stabil genug, um den extremen Druck der späteren Champagnerproduktion auszuhalten: Die erste Flasche, die wirklich zuverlässig die etwa sechs Bar Druck überstand, war der “Buhlbacher Schlegel” aus der Glashütte Buhlbach im Schwarzwald (19. Jahrhundert). Dieser Schlegel führte den eingewölbten Boden („Stülpboden“) ein – “die entscheidende Innovation, die das Explodieren der Flaschen stoppte”. Details zu den Hohlglasfabriken im Nordschwarzwald sind hier nachzulesen.

Weingilde: „Massvoller Genuss – gesunder Lebensstil“

Am 14. Februar organisiert die Weingilde gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Freundeskreis Bensheim-Beaune (DFFBB) eine Fahrt zur Weinmesse nach Straßburg. Informationen dazu und Anmeldungen hier (weingilde-bergstrasse.de).

  •  Die Weingilde Bergstraße ist Mitglied der Bewegung “Wine in Moderation”, die für Wein mit Maß und Stil wirbt: Es geht um maßvollen Genuss als Teil eines gesunden Lebensstils. Wein ist nach Überzeugung der Gilde-Mitglieder ein hohes traditionsreiches Kulturgut und für viele fester Bestandteil eines guten Essens. Gäste sind bei Weingilde-Veranstaltungen herzlich willkommen; die Gilde nimmt weitere neue Mitglieder auf, die sich für Wein-Kultur interessieren (und bereit sind, auch selbst einmal eine spannende Probe zu organisieren).

„Champagner und Juwelen“

Prickelnder Jahresausklang der Weingilde

Bensheim. Das Jahr 2025 hat mit Champagner begonnen. Und so geht es bei der Weingilde Bergstraße auch zu Ende: Zum Jahresauftakt hatte die Gilde einen Neujahrsempfang im Kino organisiert – mit dem Historiendrama „Die Witwe Clicquot“ und dem dazu passenden Champagner. Zum Jahresausklang konnte – mit Blick auf viele erfolgreiche Veranstaltungen – nun Bilanz gezogen und erneut von diesem Champagner ausgeschenkt werden. Da sich die Weingilde (als Mitglied der Bewegung „Wine in Moderation“) für einen maßvollen Alkoholgenuss als Teil eines gesunden Lebensstils engagiert, waren vom Neujahrsempfang im Kino noch Flaschen dieses edlen Festgetränks übrig: Ein prickelnder Auftakt für das Gildetreffen zum Jahresabschluss 2025 in der Scheune an der Stadtmauer – hinter dem ältesten Fachwerkhaus Südhessens in Bensheim.

„2022er Riesling – für Nicht-Riesling-Trinker“

Mit dabei: Die amtierende Bergsträßer Weinkönigin Chiara. Sie nutzt die Veranstaltungen der Weingilde gezielt, um Neues kennenzulernen. Denn bei aller Sympathie für Geschichte und Tradition: Immer wieder können Mitglieder und Gäste der Weingilde Bergstraße spannende Entdeckungen machen – auch beim Jahresabschluss. Viele kannten Mathias Lach bislang nicht, der fünf Weine seines Weinguts (Sitz: Bensheim) präsentierte und schwärmte: „An der Bergstraße gibt es Juwelen an Boden und Mikroklima –  sogenanntes Terroir, die in der Pfalz die besten Lagen sind!“

Matthias Lach hatte 2016 die ersten Rebflächen in Hemsbach übernommen. Inzwischen bewirtschaftet er rund zwei Hektar an der badischen Bergstraße ( größtenteils in Hemsbach, sowie in Laudenbach, Weinheim-Lützelsachsen und Weinheim-Hohensachsen. Lach will (mit “Hand & Herz”) dazu beitragen, Weinberge  und die Kulturlandschaft an der Bergstraße zu bewahren! Er präsentierte der Weingilde einen Riesling für Menschen, die normalerweise keinen Riesling mögen: Einen 2022er aus der Lage Hemsbacher Herrnwingert (mit nur 5,5,Gramm Säure). Auch über die anderen Weine (Grauburgunder, Rosé, Pinot Noir und eine „Selektion Rot“ kamen die Gildegäste mit dem Produzenten ins Gespräch. Lach will nach eigenen Worten „die handwerklichen Möglichkeiten im Weinbau ausschöpfen,  um spannende Weine zu produzieren.“

Programm 2026: Fahrt zur Weinmesse nach Straßburg

Nach dem Jahresausklang 2025 mit Weinen von der badischen Bergstraße arbeitet die Weingilde an ihrem Jahresprogramm 2026: Ein Termin steht bereits fest: Am Samstag, 14. Februar 2026, ist in Straßburg die Weinmesse der unabhängigen Winzer („Salon des Vins des Vignerons Indépendants“) – eine faszinierende Gelegenheit zum Probieren und Wein einkaufen. Für Weinliebhaber von der Bergstraße fährt zu diesem Ereignis ein Bus von Bensheim (Abfahrt 8:00 Uhr) nach Straßburg und abends zurück – organisiert vom Deutsch-Französischen Freundeskreis Bensheim-Beaune (DFFBB) in Kooperation mit der Weingilde. Die Organisatoren bitten um frühzeitige Anmeldungen. Weitere Informationen unter weingilde-bergstrasse.de.

– Die Weingilde Bergstraße ist Mitglied der Bewegung “Wine in Moderation”, die für Wein mit Maß und Stil wirbt: Es geht um maßvollen Genuss als Teil eines gesunden Lebensstils. Wein ist nach Überzeugung der Gilde-Mitglieder ein hohes traditionsreiches Kulturgut und für viele fester Bestandteil eines guten Essens. Gäste sind bei Weingilde-Veranstaltungen herzlich willkommen; die Gilde nimmt weitere neue Mitglieder auf, die sich für Wein-Kultur interessieren (und bereit sind, auch selbst einmal eine interessante Probe zu organisieren).

Jung und Alt im Gespräch über Weinkultur und Riesling-Qualitäten: Weinkönigin Chiara mit Weingilde-Ehrenmitglied Roland Turowski.

Prickelnder Start 2026

Sektempfang: 200 Jahre Schaumweinproduktion

Bensheim. Die Weingilde Bergstraße erinnert im Jahr 2026 an ein prickelndes Jubiläum: Seit 200 Jahren wird in Deutschland Schaumwein produziert. In dieses Jubiläumsjahr startet die Weingilde deshalb mit einem Sektempfang: Am Samstag, 3. Januar 2026 (ab 11 Uhr).

Interessierte und Gäste sind dazu herzlich willkommen. Neben einem kurzen Vortrag über die Geschichte der Schaumweinproduktion in Deutschland präsentiert die Weingilde Jubiläums-Sektspezialitäten von Deutschlands ältester Sektkellerei.

Hintergrund: Die Gilde beschäftigt sich nicht nur mit Weinkultur, sondern auch mit Filmkultur und Wein-Geschichte. Beim Neujahrsempfang 2025 hatte die Weingilde ins Kino eingeladen und dort zum Historiendrama „Die Witwe Clicquot“ den passenden Champagner präsentiert.

Ein Geschäftspartner dieser Witwe, der die Geheimnisse der Schaumwein-Produktion in Reims (Frankreich) kennengelernt hatte, kam 1826 wieder in seine Heimat nach Deutschland zurück: Hier gründete Georg Christian von Kessler in Esslingen eine Sektkellerei – die älteste Deutschlands. Mit nachhaltigem Erfolg: Bereits ein Jahr später bekam Kessler von König Wilhelm I. von Württemberg die Große Verdienstmedaille des Landes verliehen – für die Förderung des Qualitätsweinbaus. Denn die Gründung der „Champagnerfabrik“ im Jahr 1826 motivierte immer mehr Winzer, minderwertige Massenträger wie Butschera („Putzscheere“) und Heunisch in ihren Weinbergen durch hochwertige Rebsorten (wie Riesling und Klevner) zu ersetzen.

„Unkompliziert: Beim Sekt ein gutes Jahr 2026 wünschen“

Beim Sektempfang der Weingilde zum Jahresauftakt soll jedoch nicht gefachsimpelt oder nur zurückgeblickt werden. Es soll unkompliziert zugehen – mit gemeinsamem Blick in die Zukunft: Interessierte können dazu auch Freunde und Nachbarn mitbringen, um miteinander auf das neue Jahr 2026 anzustoßen: „Wir planen unser Neujahrstreffen ganz bewusst am ersten Samstag des Jahres: Viele werden das mit einem Einkauf in Bensheims Innenstadt verbinden und sich freuen, zum Jahresauftakt vielen Freunden und Bekannten beim Plaudern und einem Glas Sekt alles Gute wünschen zu können.“ Interessierte können sich (Kostenbeitrag für die Sektprobe: 15 Euro für Gäste) bei der Weingilde anmelden. Veranstaltungsort: Scheune an der Stadtmauer (Obergasse 30 in 64625 Bensheim).