Am Freitag, 4.9.2020 fand die Mitgliederversammlung des Jahres 2020 der Weingilde Bergstraße im Bürgerhaus “Kronepark” in Bensheim-Auerbach statt. Auf dem Programm standen neben dem Bericht des Vorstand auch die Neuwahl des gesamten Vorstands.
Hier einige Impressionen.
Roland Turowski bei seinem letzten Bericht als Vorsitzender der WeingildeBlick ins Plenumder neu gewählte Vorstand. Vorn sitzende von li: 1. Vorsitzender Manfred Berg, daneben der Stellvertreter Winfried Christ; dahinter stehend von li Zara Proß und Angelika Czypull (Beisitzerinnen), Florian Golz (Beisitzer), Lothar Meyer (Schriftführer) und Boris Auer (Beisitzer)
Weine aus Franken sollen in die Gläser kommen bei der 2. online-Weinprobe der Weingilde. Marlies und Winfried Christ waren vor Ort und haben drei Silvaner unterschiedlicher Qualitätsstufen und eine Domina eingekauft. Sie werden die Weine auch vorstellen. Die Bereitstellung der Schalttechnik sowie die Moderation der Weinprobe liegt wie bei der ersten online-Weinprobe bei Conny und Robert Eberle.
Das Weinland Franken und die Rebsorte Silvaner gehören heute zusammen wie “Pech und Schwefel”. Knapp 25 % der Rebfläche Frankens sind mit Silvaner bestockt. Insbesondere auf den kalkhaltigen Böden in Franken, mineralischer Muschelkalk im Maindreieck und Gipskeuper im Steigerwald, fühlt sich der Silvaner wohl und bringt vollmundige bis elegante Weine mit milder Säure und feiner Fruchtigkeit, die von Apfelaromen bis ins Exotische spielen kann.
Weine für die 2. online-Weinprobe der Weingilde
Seit gut 360 Jahren ist der Silvaner in Franken heimisch. Die Grafen von Castell pflanzten ihn erstmals im Jahr 1658. Zuerst stand er im Gemischten Satz. Ende des 19. Jahrhunderts wurden dann sortenreine Weingärten angelegt. Nach der Vernichtung der Weinberge durch die Reblaus musste sich der Silvaner gegen “neue” Weinreben behaupten. – In Franken waren die Weinbauern damit erfolgreicher als in allen anderen deutschen Weinbaugebieten. Denn bis in die 1970er Jahre war der Silvaner die wichtigste Rebsorte für Weißweine in Deutschland, ging dann aber bis unter 5 % zurück.
Der Silvaner stammt mit großer Sicherheit aus Österreich. Genanalysen haben ergeben, dass er eine natürliche Kreuzung aus Traminer und Österreichisch Weiß ist, d.i. eine autochthone Rebsorte, die in Österreich heute keine Bedeutung mehr hat.
Die Domina ist eine fränkische Spezialität. Sie ist eine Keuzung aus Blauem Portugieser und Spätburgunder, gezüchtet im Jahr 1927. Von den rund 380 ha in Deutschland sind etwa 85 % in Franken angelegt. Die Weine sind farbintensiv und körperreich, sie sind säure- und gerbstoffbetont.
Vom Weinbau geprägte Landschaften haben ihren besonderen Reiz. Es sind fruchtbare Regionen, sie wirken gepflegt und zeigen als begehrte Siedlungsgebiete Jahrhunderte lange Gestaltungskraft ihrer dort lebenden Menschen. Jedes der 13 deutschen Weinbaugebiete ist einzigartig. Jedes kann mit seiner besonderen Kulturlandschaft beeindrucken.
Einen nicht alltäglichen Tipp gibt das Deutsche Weininstitut – DWI – mit dem Hinweis auf die “Schönste Weinsicht”. In jeder Weinregion werden Orte gesucht, die mit ihrem Blick in die Weinlandschaft begeistern. In einer online-Abstimmung, an der sich in diesem Jahr rund 10.000 Teilnehmer beteiligten, wurden die 13 “Schönsten Weinsichten” ausgewählt. Die Hessische Bergstraße punktet mit einem Blick vom Herrnberg in Groß-Umstadt. Die Wahl fand zum dritten Mal nach 2012 und 2016 statt. An der Bergstraße wurden damals der Bensheimer Paulus und der Heppenheimer Eckweg gewählt. Die Stellen sind mit einer Skulptur gekennzeichnet.
“Schönste Weinsicht” 2020 vom Herrnberg in Groß-Umstadt
Quelle: Deutsches Weininstitut – DWI
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