﻿{"id":58026,"date":"2023-11-27T13:32:57","date_gmt":"2023-11-27T11:32:57","guid":{"rendered":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/?p=58026"},"modified":"2023-11-29T19:37:05","modified_gmt":"2023-11-29T17:37:05","slug":"was-wir-villeicht-nocht-nicht-gewusst-haben-folge-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/was-wir-villeicht-nocht-nicht-gewusst-haben-folge-16\/","title":{"rendered":"Was wir vielleicht noch nicht gewu\u00dft haben &#8211; Folge 16"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der deutsche Weinmarkt in Unruhe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>EU-Verordnung geplant zu Pflanzenschutzmitteln    <\/strong>                                                                                                                                                     Gro\u00dfe \u00dcberschrift im BA am 14.3.2023 auf der Titelseite <strong>&#8220;Winzer kochen vor Wut \u00fcber Pl\u00e4ne der EU&#8221; <\/strong>und eine weitere \u00dcberschrift im Regionalteil des BA <strong>&#8220;Bergstr\u00e4\u00dfer Winzer kritisieren die EU-Pl\u00e4ne zum reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln&#8221;.   <\/strong>                                                   Es gibt einen EU-Verordnungs-Vorschlag zur Halbierung des Einsatzes von Pflanzenschutz-mitteln bis 2030.   Ausnahmen soll es nur f\u00fcr Mittel auf biologischer Basis geben.                                                                                             Da sehen die Bergstr\u00e4\u00dfer Winzer nicht nur ihre Zukunft, sondern auch eine einzigartige Kulturlandschaft bedroht. Man ist der Ansicht, da\u00df Weinbau ohne Pflanzenschutzmittel nicht geht. Diese genannten Schutzmittel sind schon deutlich reduziert worden und man versucht auch auf Neuz\u00fcchtungen, den sogenannten PIWI\u00b4s umzusteigen, aber die Akzeptanz des Verbrauchers f\u00fcr diese neuen Rebsorten, die pilzwiderstandsf\u00e4hig sind und deshalb keine Pflanzenschutzmittel brauchen, ist nicht besonders ausgepr\u00e4gt.  <\/p>\n\n\n\n<p>                                                                                                                                                              Und im BA am 13.11.2023 wird es noch dramatischer<strong> &#8220;Damoklesschwert schwebt auch \u00fcber Bergstr\u00e4\u00dfer Winzern&#8221;<\/strong>. Da k\u00f6nnte der unge\u00fcbte Leser doch zu dem Eindruck kommen, da\u00df an der Bergstra\u00dfe laufend Pestizide eingesetzt w\u00fcrden und der Boden mit chemischen Keulen maltr\u00e4tiert werden w\u00fcrde. Die Winzer hier und auch anderswo sind ja schon l\u00e4nger dabei, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Und nat\u00fcrlich ist man sich bewu\u00dft, da\u00df der Verbraucher immer mehr auf Bio bzw. auf gesunde Landwirtschaft achtet, aber es ist auch klar, da\u00df konventioneller <strong>und<\/strong> \u00f6kologischer Weinbau in Deutschland weiterhin m\u00f6glich sein mu\u00df. Die bisher erreichten Reduktionen und der proaktive Ansatz der Branche k\u00f6nnte vielleicht doch noch im EU-Parlament zu einer Abmilderung der geplanten Verordnung f\u00fchren.  <\/p>\n\n\n\n<p>                                                                                                                                                           <\/p>\n\n\n\n<p>Und am 17.11.2023 finden wir in der FAZ folgenden Artikel mit dieser \u00dcberschrift: &#8220;<strong>Weltweit zu viele Weinreben: <\/strong>Zwischen Krisendestillation und Fl\u00e4chenstilllegung:&#8221; Der Weinbau steckt in der Krise. Weltweit wachsen zu viele Reben. Die deutschen Winzer stehen vor einem tiefgreifenden Umbruch. Aus dem bislang allm\u00e4hlichen Strukturwandel, dem viele Erzeuger mit einer Steigerung ihrer Effizienz begegnet sind, wird ein dramatisch anmutender Strukturbruch. Die Folgen werden nach Einsch\u00e4tzung von Experten unausweichlich Fl\u00e4chenstilllegungen und Betriebsaufgaben sein. Dabei sprechen wir noch gar nicht vonneuen EU-Verordnungen in Sachen Pflanzenschutz oder gar von Etiketten mit Abschreckenden Warungen in Sachen Alkohol-Mi\u00dfbrauch. Die gro\u00dfen Weing\u00fcter b\u00fc\u00dften 2023 beim Weinverkauf an Kellereien 17 % der Menge ein und an Gro\u00dfh\u00e4ndler 10 %, an Privatkunden 7 %. Weiter sind aber die Produktionskosten um 30 % gestiegen durch h\u00f6here Preise f\u00fcr Energie, Glasflaschen, Verpackung und h\u00f6here Lohnkosten. So sagt es Simone Loose, die Leiterin des Geisenheimer Instituts f\u00fcr Wein- und Getr\u00e4nkewirtschaft. Dazu dr\u00e4ngen globale Wein\u00fcbersch\u00fcsse auf den deutschen Weinmarkt.  <\/p>\n\n\n\n<p>                                                                                                                                                              K\u00fcrzlich titelt eine Stuttgarter Zeitung:<strong> &#8220;Rotwein aus W\u00fcrttemberg wird zu Putzmittel&#8221;;<\/strong> denn die EU hat die sogen. Krisendestillation eingef\u00fchrt; dabei wird Wein in reinen Alkohol verwandelt, um dann industriell verwertet zu werden. Bis zu 10 Millionen Liter Rotwein sollen mit EU-Millionen vom Markt verschwinden. In Deutschland sind bislang vor allem Genossenschaften in Baden und W\u00fcrttemberg betroffen. Inzwischen ist nicht nur in Bordeaux (wir erinnern uns an unsere Bordeaux-Verkostung, da war das auch Thema), sondern auch in Deutschland von der Rodung Tausender Hektar Weinberge die Rede. <\/p>\n\n\n\n<p>                                                                                                                                                              Wie sch\u00f6n springen doch da die \u00dcberschriften des BA am 29.9.2023 ins Auge:<strong> &#8220;Der goldene Herbst hat die Bergstr\u00e4\u00dfer Winzer nach einem schweirigen Anbaujahr vers\u00f6hnt&#8221; <\/strong>oder am 17.11.2023 <strong>&#8220;Die Hessische Bergstra\u00dfe hat bei Rotwein zugelegt.<\/strong> Die gro\u00dfen Weinf\u00fchrer erkennen im Anbaugebiet eine qualitative Kontinuit\u00e4t&#8221;.. Das scheint doch ein Vorteil zu sein im kleinsten deutschen Anbaugebiet durch Eigenverbrauch nicht vom gro\u00dfen Markt abh\u00e4ngig zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Soeben erfahren wir (27.11. 2023 um 15 Uhr): <strong>Die <a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/thema\/europaeische-union\">EU<\/a> bekommt keine sch\u00e4rferen Regeln f\u00fcr den Einsatz von Gift in der Landwirtschaft, <a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/mehrheit-eu-parlament-pestizideinsatz-38893866\">das Europaparlament<\/a> lehnte mehrheitlich einen Entwurf ab, der die Reduktion von Pestiziden in der EU zum Ziel hatte. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Quellen: BA, FAZ, Stuttgarter Zeitung, Hochschule Geisenheim, ddw (der deutsche Weinbau)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Weinmarkt in Unruhe EU-Verordnung geplant zu Pflanzenschutzmitteln Gro\u00dfe \u00dcberschrift im BA am 14.3.2023 auf der Titelseite &#8220;Winzer kochen vor Wut \u00fcber Pl\u00e4ne der EU&#8221; und eine weitere \u00dcberschrift im Regionalteil des BA &#8220;Bergstr\u00e4\u00dfer Winzer kritisieren die EU-Pl\u00e4ne zum &hellip; <a href=\"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/was-wir-villeicht-nocht-nicht-gewusst-haben-folge-16\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-58026","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58026","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58026"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58026\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58037,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58026\/revisions\/58037"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58026"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58026"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58026"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}