﻿{"id":57949,"date":"2023-07-23T14:12:56","date_gmt":"2023-07-23T12:12:56","guid":{"rendered":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/?p=57949"},"modified":"2023-07-23T14:16:00","modified_gmt":"2023-07-23T12:16:00","slug":"was-wir-vielleicht-noch-nicht-gewusst-haben-folge-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/was-wir-vielleicht-noch-nicht-gewusst-haben-folge-15\/","title":{"rendered":"Was wir vielleicht noch nicht gewu\u00dft haben &#8211; Folge 15"},"content":{"rendered":"\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li> <strong> rebarriQue<\/strong>, was ist das?  Ein in Deutschland entwickeltes, spezielles System als Alternative zu konventionellen Barrique-F\u00e4ssern&nbsp;f\u00fcr den&nbsp;Barrique-Ausbau Es wird in Hochstadt in der Pfalz von der rebarriQue GmbH &amp; CoKG produziert. Die Grundidee ist ein zerlegbares, viereckiges \u201eBarriquefass\u201c, welches auf den Wand-Innenseiten nahezu beliebig oft erneuert und  getoastet (Retoast) werden kann. Die Fassdaubenh\u00f6lzer sind deutlich k\u00fcrzer und &#8211; mit zunehmender Anzahl der Retoasts &#8211; auch d\u00fcnner als herk\u00f6mmliche Fassdauben. Dadurch ergibt sich ein bis zu 90% geringer Eichenholzverbrauch f\u00fcr die Produktion von Fassdaubenh\u00f6lzern sowie ein deutlich geringerer Fl\u00e4chenverbrauch in den Fasslagern der Winzer. Der Hersteller argumentiert mit dem Vorteil der Nachhaltigkeit und begr\u00fcndet dies folgenderma\u00dfen: Bei herk\u00f6mmlichen F\u00e4ssern werden nur 10 bis 15% der gesamten Holzmasse zur Extraktionvon Phenolen und Tanninen f\u00fcr den Ausbau von Weinen und Spirituosen effektiv genutzt. Der gesamte Rest dieser Holzmasse bleibt leider oft ungenutzt und belastet durch seine energieintensiven Ernte-, Produktions- und Transportbedingungen die Umwelt.<strong> Jedes rebarriQue <\/strong>(ein einzelner Beh\u00e4lter) <strong>kann beliebig oft zerlegt, ganze Fasswandseiten oder einzelne Fassdauben k\u00f6nnen ausgetauscht, nachgetoastet und fl\u00fcssigkeitsdicht wieder zusammengebaut werden.<\/strong> <strong>Die Innenfl\u00e4chen k\u00f6nnen abgehobelt, erneut getoastet und wieder mit Wein belegt werden. <\/strong>Dies erm\u00f6glicht ein l\u00f6sbares Verschluss-System sowohl zwischen den einzelnen Dauben als auch den jeweils vier Fasswandseiten, welches ein einfaches Zerlegen, chemiefreies Nachbearbeiten und vielfaches Rekonditionieren der rebarriQues erlaubt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/csm_Geisenheim_2-26_0e359b2199.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"577\" src=\"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/csm_Geisenheim_2-26_0e359b2199-1024x577.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57950\" srcset=\"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/csm_Geisenheim_2-26_0e359b2199-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/csm_Geisenheim_2-26_0e359b2199-300x169.jpg 300w, https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/csm_Geisenheim_2-26_0e359b2199-768x432.jpg 768w, https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/csm_Geisenheim_2-26_0e359b2199-1536x865.jpg 1536w, https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/csm_Geisenheim_2-26_0e359b2199-500x282.jpg 500w, https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/csm_Geisenheim_2-26_0e359b2199.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>2. <strong>Weinmarkt:<\/strong> 2022 wurden <strong>in Deutschland 8,94 Mio Hektoliter Wein und Most erzeugt, das sind 6 % oder 491.800 Hektoliter mehr als im Vorjahr,<\/strong> 66 % davon Wei\u00dfweine und 34 % Rotweine (einschlie\u00dfliche Ros\u00e9 und Rotling). Umgerechnet in 0,75 Liter-Flaschen ergeben das 1,2 Mrd. Flaschen, davon Anteil an Pr\u00e4dikatsweinen 21 % (Vorjahr 15 %). An der hess. Bergstra\u00dfe waren es mit 33.360 Hektolitern ein plus von 10,8 %. Die gr\u00f6\u00dften Anbaugebiete sind nach wie vor Rheinhessen (2.442.105 hl) und die Pfalz (1.790.869 hl). Das kleinste Gebiet ist Mittelrhein (25.458 hl) gefolgt von Sachsen (25.468 hl) und dann die hess. Bergstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>3. <strong>Mineralit\u00e4t im Wein<\/strong>: \u00dcber Mineralien sprechen sowohl Genie\u00dfer als auch Weinkritiker und  Winzer gerne. <strong>Schlie\u00dflich sind Mineralien ein bedeutendes Merkmal der Weinbergs-b\u00f6den,  in die die Wurzeln der Reben greifen. <\/strong>Dass dabei auch Mineralstoffe in  die Pflanze gelangen, steht fest. Wie jedoch ist es mit den als  mineralisch beschriebenen Weinen? Beeinflussen die Stoffe aus Schiefer,  Kalk und Granit tats\u00e4chlich auch den Wein? Ja Wein enth\u00e4lt Mineralstoffe. Genau wie jede andere Obstsorte nehmen auch die Beeren der Weinreben Mineralstoffe und Wasser auf. Im Saft, in den Schalen, dem Fruchtfleisch und in den Kernen reichern sich etwa Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen an.  Es ist m\u00f6glich, Mineralit\u00e4t mithilfe physikalischer Standards zu  definieren und zu analysieren. Wer einen mineralischen Geschmack im Wein  entdeckt, bildet sich diesen also anscheinend nicht nur ein. Was jedoch nicht korrekt ist, ist die Vermutung, Wein schmecke aufgrund gel\u00f6ster Mineralien so charakteristisch. Mineralstoffe n\u00e4mlich sind nicht dazu in der Lage, sich zu verfl\u00fcchtigen und verf\u00fcgen daher nicht \u00fcber eine im Bukett vernehmbare Note. Was sie jedoch k\u00f6nnen: Beeinflussen, wie sich der Wein in Bezug auf seine S\u00e4ure und schweflige Verbindungen verh\u00e4lt. Schwefel n\u00e4mlich zeigt sich im Bukett nicht selten in Form einer Feuerstein-Note. Und das ganz ohne gel\u00f6sten Feuerstein im Glas. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Faktor: Verf\u00fcgt ein Wein allgemein \u00fcber dezent ausgepr\u00e4gte Aromen, entsteht mehr Raum f\u00fcr mineralische Akzente. Auch der Schwefel kann hier eine Rolle spielen. Hefe nimmt Schwefeldioxid auf und wandelt ihn in Schwefelwasserstoff um. Dieser Vorgang setzt verschiedene Nebenprodukte frei, welche der Genie\u00dfer sp\u00e4ter als mineralische Noten wahrnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine bedeutende Aufgabe f\u00fcr jeden Winzer ist es also, seinen Wein im Keller so zu behandeln, dass dieser <strong>das durch die in den Trauben enthaltenen Mineralstoffe vorhandene Potenzial m\u00f6glichst unverf\u00e4lscht spiegelt<\/strong>. Somit k\u00f6nnte sich das Gestein im Weinberg also doch noch auf den Geschmack auswirken, obwohl es nicht direkt im Wein vorliegt. Ein letzter Punkt, der bei Mineralit\u00e4t im Wein ebenfalls eine bedeutende Rolle spielt, ist die <strong>subjektive Wahrnehmung des Genie\u00dfers <\/strong>und auch seine Annahmen \u00fcber einen Wein. Der Eindruck von Mineralit\u00e4t entsteht leichter, wenn die rebsortentypischen Akzente oder auch eigene Aromen aus Ausbaubeh\u00e4ltern m\u00f6glichst im Hintergrund stehen. Das, was dann \u00fcbrigbleibt und sich in der Nase sowie auf der Zunge zeigt, bezeichnen viele gern als mineralisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen: FAZ, Wein.plus, Hochschule Geisenheim, ddw (der deutsche weinbau), Silkes Weinblatt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Weinmarkt: 2022 wurden in Deutschland 8,94 Mio Hektoliter Wein und Most erzeugt, das sind 6 % oder 491.800 Hektoliter mehr als im Vorjahr, 66 % davon Wei\u00dfweine und 34 % Rotweine (einschlie\u00dfliche Ros\u00e9 und Rotling). 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