﻿{"id":57825,"date":"2022-12-09T16:44:46","date_gmt":"2022-12-09T14:44:46","guid":{"rendered":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/?p=57825"},"modified":"2022-12-23T18:57:09","modified_gmt":"2022-12-23T16:57:09","slug":"was-wir-vielleicht-noch-nicht-gewusst-haben-folge-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/was-wir-vielleicht-noch-nicht-gewusst-haben-folge-13\/","title":{"rendered":"Was wir vielleicht noch nicht gewu\u00dft haben &#8211; Folge 13"},"content":{"rendered":"\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Die weinbaulichen Kenndaten f\u00fcr die hessische Bergstra\u00dfe mit Stand vom Juli 2022<\/strong> zeigen eine bestockte Rebfl\u00e4che von 463,3 ha, davon 64,2 ha in Steillagen. Den gr\u00f6\u00dften Anteil nimmt die Rebsorte Riesling mit 36,24 % ein, gefolgt vom grauen Burgunder mit 12,82 %, dann der Sp\u00e4tburgunder mit 10,7 % vor dem M\u00fcller-Thurgau mit 5,26 % und dem gr\u00fcnen Silvaner mit 3,06 %. Sonstige Wei\u00dfweine werden mit 21,85 % angegeben und sonstige Rotweine mit 10,07 %. Genossenschaftlich organisierte Betriebe bearbeiten 61,28 % der Rebfl\u00e4che mit 218 Ablieferern. Insgesamt z\u00e4hlt die hess. Bergstr. 356 Betriebe, davon 6 gr\u00f6\u00dfer als 10 ha und 119 bis 1 ha. Der durchschnittliche Jahresertrag der letzten 10 Jahre lag bei 68,67 Hektoliter je Hektar.<\/li>\n\n\n\n<li>Ein hei\u00dfer<strong> Gl\u00fchwein<\/strong> zwischen den kalten Fingern in der Adventszeit schafft Besinnlichkeit und W\u00e4rme. Bereits die R\u00f6mer versetzten den Wein mit Honig und Gew\u00fcrzen, um ihn zu veredeln.Gl\u00fchwein ist traditionell ein aromatisiertes Getr\u00e4nk, gewonnen aus Rot- oder Wei\u00dfwein, Zucker und Gew\u00fcrzen. Urspr\u00fcnglich wurde Gl\u00fchwein nur aus Rotwein, sp\u00e4ter auch aus Wei\u00dfwein hergestellt. Wird Wei\u00dfwein verwendet, ist die Verkehrsbezeichnung Gl\u00fchwein um die Worte &#8220;aus Wei\u00dfwein&#8221; zu erg\u00e4nzen. Neu gibt es jetzt auch Ros\u00e8-Gl\u00fchwein, der aus Ros\u00e8wein oder einer Mischung von Rot- und Wei\u00dfwein hergestellt werden kann. Vor der Gl\u00fchweinbereitung mu\u00df der Wein in der Kellerbuchf\u00fchrung als &#8220;Grundwein zur Herstellung von Gl\u00fchwein&#8221; eingetragen werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ein Rotwein, der zur winterlichen Kaminzeit<\/strong> passt, zeichnet sich durch angenehm ausbalancierte Frucht und W\u00fcrze aus. Zu den w\u00fcrzigen Nuancen diese<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.silkes-weinkeller.de\/wein\/\" target=\"_blank\">r<\/a>  Weine geh\u00f6ren beispielsweise Eichenholz, R\u00f6staromen, Tabakblatt, Leder und dunkle Schokolade. Auch kr\u00e4ftiges Tannin ist im Winter ein beliebter Gast im Glas. Samtweich im Mundgef\u00fchl, prall und volumin\u00f6s gibt es den zumeist im Holzfass gereiften Rotweinen viel Struktur und Gr\u00f6\u00dfe. Die Frucht eines Kaminweines ist dunkel und harmoniert mit den w\u00fcrzigen Akzenten. Schwarzkirsche, Brombeere, Cassis und getrocknete Feigen finden sich in den Winterweinen aus roten Rebsorten wieder. Die Rebsorten selbst sind oft pr\u00e4destiniert f\u00fcr vollmundigen Genuss. Sortenreine Weine aus Pinot Noir, Syrah, Tempranillo und Primitivo etwa begeistern zu Kerzenschein und knisternden Holzscheiten. Zugleich kommen auch Cuv\u00e9es bestens an. Spanischer Rioja, Rotwein aus der Toskana und auch Portwein aus Portugal  f\u00fchlen sich im Glas zur besinnlichen Saison mehr als nur wohl.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Etiketten in Europa: Ein gemeinsamer Rahmen f\u00fcr alle:<\/strong> Damit Weinetiketten als Informationsquelle dienen k\u00f6nnen, existiert in der Europ\u00e4ischen Union eine gesetzliche Richtlinie. Sie legt die inhaltliche und optische Gestaltung fest. Hier enthalten sind nicht nur die zugelassene Schriftgr\u00f6\u00dfe, sondern auch verpflichtende Angaben wie:die Qualit\u00e4tsstufe, die geografische Herkunftsangabe, der Alkoholgehalt, die Amtliche Pr\u00fcfnummer,die Loskennzeichnung und Hinweise f\u00fcr Allergiker im Hinblick auf Sulfite und Sch\u00f6nungsmittel mit Eiwei\u00df. So erlaubt das Gesetz den Aufdruck von Rebsorten nur, wenn es sich um:einen sortenreinen Wein, eine Cuv\u00e9e mit nur zwei Rebsorten, oder eine Cuv\u00e9e mit mindestens 85 Prozent einer Rebsorte handelt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Andere L\u00e4nder, andere Etiketten? Kleine Unterschiede kennenlernen<\/strong>. Die Rahmendbedingungen der Europ\u00e4ischen Union sind zweifellos ein erster Schritt, um die Welt der Weinetiketten einheitlicher zu gestalten. Dennoch bleibt es dabei, dass sich zwischen den einzelnen Weinl\u00e4ndern durchaus Unterschiede ergeben .                                            <strong>Deutschland<\/strong>: Bei deutschen Weinflaschen ist das R\u00fcckenetikett f\u00fcr gew\u00f6hnlich die Hauptinformationsquelle. Hier finden sich Angaben zum Erzeuger sowie dem Abf\u00fcller und zu allen oben genannten Pflichtaspekten. Ebenfalls zu finden sind auf deutschen Etiketten nicht selten Informationen rund um:die Klassifikation der Lage, das Pr\u00e4dikat (Kabinett, Auslese, Sp\u00e4tlese, Beerenauslese, Eiswein, Trockenbeerenauslese), die Qualit\u00e4tsstufeund die geschmackliche Richtung (trocken, halbtrocken, feinherb, lieblich).                                <strong>Frankreich<\/strong>: Bei franz\u00f6sischen Weinen und Etiketten ergeben sich einigekleine Unterschiede zu deutschem Wein. So kommt es in Frankreich seltener vor, dass Winzer die Rebsorte nennen. Sie fokussieren sich \u00f6fter auf den Namen des Weins, den Erzeuger und die Weinregion. .Auch Subregionen innerhalb gro\u00dfer Anbaugebiete wie etwa dem Burgund geben franz\u00f6sische Winzer gerne an. Das vor allem, weil viele Regionen bekannt f\u00fcr bestimmte Rebsorten sind und sich somit trotz der fehlenden Angabe Hinweise auf die verwendete Traube ergeben.                                                                                                                                          <strong>Italien und Spanien<\/strong>: italienische und spanische Weinetiketten sind sich recht \u00e4hnlich. Sie unterscheiden sich zudem nur unwesentlich von franz\u00f6sischen Etiketten. So finden sich hier der Weinname, der Erzeuger und das Anbaugebiet als zentrale Informationen.Hinzu kommen h\u00e4ufig Angaben zur Qualit\u00e4tsstufe, welche je nach Wein sowohl regionale als auch altersspezifische Details offenbart. Ein Crianza ist beispielsweise ein j\u00fcngerer Wein als ein Reserva und ein IGT-Wein geh\u00f6rt einer geringeren Qualit\u00e4tsstufe als ein DOCG-Wein an. Auch Informationen zur Reife in Holz geben Winzer vor allem in Spanien gerne an.                                <strong>Die Weinl\u00e4nder der neuen Welt <\/strong>\u2013 also beispielsweise Chile, Australien, S\u00fcdafrika und Kalifornien \u2013 unterliegen nicht den Vorgaben der Europ\u00e4ischen Union. Daher fallen ihre Weinetiketten nicht selten etwas anders aus und Winzer gestalten sie freier. Informationen finden Genie\u00dfer dann entweder komprimiert auf dem Vorderetikett oder auf Vorder- und R\u00fcckenetikett verteilt. Klassische Angaben auf Etiketten aus der neuen Welt sind: der Erzeuger, der Weinname, der Jahrgang, das Anbaugebiet (z.B. Stellenbosch) und die Rebsorte.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Quellen: Regierungspr\u00e4sidium Darmstadt\/Dezernat Weinbau,  ddw (der deutsche weinbau), Silkes Weinkeller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quellen: Regierungspr\u00e4sidium Darmstadt\/Dezernat Weinbau, ddw (der deutsche weinbau), Silkes Weinkeller<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-57825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57825"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57825\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57829,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57825\/revisions\/57829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}