﻿{"id":57677,"date":"2022-05-02T11:43:11","date_gmt":"2022-05-02T09:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/?p=57677"},"modified":"2022-05-08T21:54:50","modified_gmt":"2022-05-08T19:54:50","slug":"weine-von-der-nahe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/weine-von-der-nahe\/","title":{"rendered":"Weine von der Nahe"},"content":{"rendered":"\n<p>ist das Thema der ersten Pr\u00e4senzveranstaltung der <strong>Weingilde Bergstra\u00dfe im Jahr 2022 am Freitag 13.5. um 19.30 Uhr im Restaurant des Weinguts Mohr in Bensheim in der Grieselstra\u00dfe<\/strong>. Mitglied Boris Auer hat sich in dem Weinanbaugebiet umgesehen und wird eine spannende Verkostung mit vielen Hintergrundinformationen pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl diese Region zwischen Mosel und Rhein bereits von den R\u00f6mern als Weinregion gepr\u00e4gt und dann 1935 in einer staatlichen Verf\u00fcgung als eigene Weinbauregion bezeichnet worden ist, wurden <strong>die heutigen Grenzen des Anbaugebiets Nahe erst mit dem Weingesetz 1971 festgelegt.<\/strong> Damit wurde es f\u00fcr die hiesigen Winzer zur Pflicht, \u00bbNahe\u00ab auf dem Etikett auszuweisen. Vorher war es noch weit verbreitet, die Weine aus dem Nahetal als \u00bbRheinweine\u00ab zu verkaufen. Die Weinberge erstrecken sich auf das gesamte Nahetal sowie auf deren Nebenfl\u00fcsse Guldenbach, Gr\u00e4fenbach, Glan und Alsenz. Die Landschaft der mittleren Nahe ist von tiefen T\u00e4lern und hohen, steilen Felsw\u00e4nden gepr\u00e4gt. Der Soonwald und der Hunsr\u00fcck mit seinen bis zu 600 m hohen Bergen bilden einen hervorragenden Schutz gegen Nordwinde. In den gesch\u00fctzten S\u00fcdlagen herrscht in den Sommermonaten beinahe ein mediterranes Klima. Hier f\u00fchlen sich besonders die klassischen wei\u00dfen Rebsorten wohl. Die feinrassigen Rieslinge von den Schieferb\u00f6den in Steillagen z\u00e4hlen zu den besten Deutschlands, und auch ausdrucksvolle M\u00fcller-Thurgau sowie milde und vollmundige Silvaner werden hier erzeugt. Weitere h\u00e4ufig angebaute Rebsorten sind grauer und wei\u00dfer Burgunder, Kerner, Scheurebe und Bacchus. Rotwein spielt eine eher untergeordnete Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Das<strong> Weinland Nahe hat 4239 ha Rebfl\u00e4che, davon 75 % wei\u00dfe und 25 % rote Trauben. 180 verschiedenen Bodenformationen und damit deutschlandweit die gr\u00f6\u00dfte Bodenvielfalt <\/strong>bringen ganz unterschiedliche Geschmackserlebnisse in die Flasche. Der Weingenuss, den Nahe-Winzer liefern, l\u00e4sst sich in einem Satz nicht beschreiben. Zu gro\u00df sind die aromatischen Unterschiede. So bietet ein Wein, dessen Trauben auf Konglomerat-Boden (Quarz, Schiefer, L\u00f6s, Lehm, Porphyr) gedeihen durften, herrliche Noten von gelber Steinfrucht und exotischem Obst, w\u00e4hrend roter Sandstein vor allem dem Riesling deutliche Apfelnuancen und Birnennoten schenkt. Tonschiefer wiederum f\u00f6rdert Kr\u00e4uterankl\u00e4nge und Zitrusfrucht. Die Weing\u00e4rten befinden sich gr\u00f6\u00dftenteils in Flach- und H\u00fcgellagen und nur ein geringer Teil in Steillagen wie z.B. um Bad M\u00fcnster. Die Nahe also hat f\u00fcr jeden Genusstypen etwas zu bieten. Das herauszustellen wird eine nicht ganz leichte Aufgabe des Referenten sein, denn die Weinbauregion Nahe l\u00e4\u00dft sich nicht leicht in eine Form pressen oder einfach in eine Schublade packen oder wie auch gesagt wird: Wein f\u00fcr echte Typen, charakterstark und unverkennbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Weine besitzen viele Besonderheiten, wie uns Boris Auer mitteilt, eine jedoch sticht besonders hervor: Nahe-Weine erschlie\u00dfen sich dem Verkoster zumeist im <strong>Ausschlu\u00dfverfahren.<\/strong> &#8220;Schmeckt ein Riesling weniger w\u00fcrzig, voll und erdig (wie die Pf\u00e4lzer und Rheinhessen), sondern eher straff und zitronig, aber nicht so schieferig wie ein Mosel&#8230; dann liegt man mit der Nahe ziemlich gut.&#8221; (Zitat ChezMatze online, ein Wein-Blogger aus Bamberg). Woher das kommt? Mosel und Rheingau verf\u00fcgen vornehmlich \u00fcber Schieferb\u00f6den, die Pfalz \u00fcber Kalk-, L\u00f6s- oder Sandb\u00f6den etc, aber die Nahe hat (siehe oben) einfach alles. Oder wie der bekannte Weinkritiker Stuart Pigott schreibt: \u201eDie Nahe ist bis heute mein liebstes deutsches Weinbaugebiet\u201c , sagt der Brite mit inzwischen deutschem Pass, \u201esie bietet so viele K\u00f6stlichkeiten wie eine Juwelierauslage Juwelen bietet.\u201c Und er sagt weiter: &#8220;Die&nbsp;Nahe&nbsp;mag eine der weniger bekannten Weinregionen Deutschlands  sein<strong> (nur Hessische Bergstra\u00dfe, Saale\/Unstrut sowie die Elbe untertreffen sie an Bekanntheit),<\/strong> sie ist gleichwohl die vielleicht spannendste. Das Ausma\u00df, in dem die B\u00f6den und ihr Charakter dort von jetzt auf gleich wechseln, von einer Kleinstlage zur n\u00e4chsten, oft im Verlauf von nur hundert Metern, ist ziemlich einzigartig. <strong>Genau das ist aber das Wesentliche bei Wein, dass er ma\u00dfgeblich nach dem Boden schmeckt,<\/strong> auf dem und in dem er w\u00e4chst. <strong>Irre B\u00f6den, irrer Wein.&#8221;<\/strong> Wir d\u00fcrfen gespannt sein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Quellen: vino-culinarion, Silkes Weinkeller, Wikepedia, Che Matze, Stuart Pigott<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ist das Thema der ersten Pr\u00e4senzveranstaltung der Weingilde Bergstra\u00dfe im Jahr 2022 am Freitag 13.5. um 19.30 Uhr im Restaurant des Weinguts Mohr in Bensheim in der Grieselstra\u00dfe. 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