﻿{"id":57486,"date":"2021-06-10T16:43:20","date_gmt":"2021-06-10T14:43:20","guid":{"rendered":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/?p=57486"},"modified":"2021-07-05T17:12:30","modified_gmt":"2021-07-05T15:12:30","slug":"8-online-verkostung-mit-rose-sommerweinen-am-9-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/8-online-verkostung-mit-rose-sommerweinen-am-9-7\/","title":{"rendered":"8. online-Verkostung mit Ros\u00e8-Sommerweinen am 9.7."},"content":{"rendered":"\n<p>In der Reihe leichte Sommerweine werden nach der letzten Verkostung von wei\u00dfen Sommer-weinen nunmehr am 9.7. <strong>Ros\u00e8-Weine<\/strong> versucht. Walther Fitz pr\u00e4sentiert einen Ros\u00e8 von der Bergstra\u00dfe, Conny und Robert Eberle von der Nahe, Lothar Meyer aus der Pfalz (Laumersheim) und Eric Tjarks einen Wei\u00dfherbst, der auch als Ros\u00e8 bezeichnet werden darf (siehe unten), ebenfalls von der Bergstra\u00dfe. Das wird wieder ein spannender Abend werden und bestimmt werden Einige ihre neue Liebe zum Ros\u00e8 entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist un\u00fcbersehbar: In Weinbars, Restaurants und Bistros, insbesondere aber auch auf sommerlichen Terrassen und beschwingten Gartenpartys, gilt nun \u201cPink\u201d wieder als die Mode-farbe der Saison. <strong>Ros\u00e9wein<\/strong> <strong>ist im Trend<\/strong> und insbesondere in der w\u00e4rmeren Jahreszeit wird er gerne als erfrischender Allroundwein und bek\u00f6mmliche Alternative zum Roten gesch\u00e4tzt, also ein ausgesprochener Sommerwein. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ros\u00e9-Wein ent-steht nicht, indem ein Winzer fertigen Rot- und Wei\u00dfwein miteinander vermischt. Genau genommen ist das per Gesetz in der Europ\u00e4ischen Union sogar verboten. Der Vollst\u00e4ndigkeit halber sei hier noch der <strong>Rotling<\/strong> erw\u00e4hnt, der dem <strong>Ros\u00e9<\/strong> farblich zum Verwechseln \u00e4hnlich sieht. Trotzdem darf er nicht als solcher bezeichnet werden, weil <strong>b<\/strong>eim <strong>Rotling<\/strong> rote und wei\u00dfe Trauben verschnitten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Weinfreunde machen immer noch einen gro\u00dfen Bogen um Ros\u00e9. Irgendwie scheint ihnen diese vermeintliche \u201cMischform\u201d von Rot- und Wei\u00dfwein suspekt. Werden hier tats\u00e4chlich Rotwein und Wei\u00dfwein miteinander vermengt? F\u00fcr Kenner der Materie eine einfache Frage, aber irgendwo mu\u00df man anfangen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ros\u00e9 (in Italien Rosato, in Spanien Rosado)<\/strong> wird aus Rotweintrauben hergestellt. Daf\u00fcr gibt es verschiedene Verfahren und Bestimmungen innerhalb der EU. Im Grunde ist es wie bei der Rotweinbereitung: je l\u00e4nger der Traubensaft Kontakt mit den Beerenh\u00e4uten hat, desto dunkler wird der Wein. Die blauen Trauben werden unzerkleinert gekeltert, abgepresst und dann wie Wei\u00dfwein ohne Schalen vergoren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Aromen reichen von fruchtig-frisch, wie von Himbeere, Erdbeere, Pfirsich, Apfel und Litschi, \u00fcber blumige Aromen, wie Rose und Hibiskus, bis hin zu Kr\u00e4uternoten und Rauch-nuancen. Zum Beispiel zeichnen sich deutsche Ros\u00e9weine durch Noten von Honig und Erdbeere (Weinbaugebiet Baden und Rheingau) und frischen, rassigen Nuancen (Weinbaugebiete Pfalz und W\u00fcrttemberg) sowie fruchtigen-feingliedrigen Noten mit mineralischen Facetten (Saale-Unstrut-Region) auf. Ein Ros\u00e9wein, der z. B. in der Provence , der Heimat des Ros\u00e8,\u00a0 produziert wurde, hat ein lebhaftes Aroma mit floralen Nuancen, einer leichten Salznote und einer angenehmen Mineralit\u00e4t. \u00a0Eines sind die Ros\u00e9weine auf alle F\u00e4lle, ganz gleich, wo sie hergestellt wurden, sie sind erfrischend, lecker und s\u00fcffig.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine<strong> Ros\u00e9-Spezialit\u00e4t aus Deutschland<\/strong> ist der <strong>Wei\u00dfherbst<\/strong>. M\u00f6chte ein Winzer seinen Ros\u00e9-Wein so nennen, dann darf er daf\u00fcr nur eine einzige Rebsorte verwenden. Und die muss auch noch aus einer einzigen Lage stammen. Die meisten Wei\u00dfherbst werden aus Pinot Noir (Sp\u00e4tburgunder) gekeltert.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt verschiedene Herangehensweisen bei der <strong>Vinifikation<\/strong>. N\u00e4mlich drei, um genau zu sein. Der Winzer hat also zun\u00e4chst die Qual der Wahl. Je nachdem<strong>,<\/strong> wie intensiv Farbe und Geschmack sein sollen. Bevor er diese Entscheidung trifft, gibt es aber doch ein paar Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel, dass ein Winzer f\u00fcr einen Ros\u00e9-Wein rote Rebsorten verwendet. Oder dass die Trauben vor der Weiterverarbeitung entrappt werden. Stiele und St\u00e4ngel m\u00fcssen also weg. In ihnen befinden sich n\u00e4mlich viele Gerbstoffe. F\u00fcr einen Rotwein mag das gut sein, f\u00fcr einen Ros\u00e9 reichen indes die Tannine aus den Schalen und den Kernen der Beeren mehr als aus.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Die weltweit wohl g\u00e4ngigste Methode, um einen Ros\u00e9-Wein zu machen, ist die<strong> Mazeration.<\/strong> Hierbei werden die Trauben leicht angequetscht, sodass der erste Saft herausl\u00e4uft und dabei Farbstoffe, Aromen und Gerbstoffe aus der Beerenschale l\u00f6st. Dieses Gemenge fester Traubenbestandteile, die im Most schwimmen, nennt man Maische. Je l\u00e4nger die Maische-standzeit, desto intensiver sind sp\u00e4ter Farbe und Geschmack. In der Regel reichen ein paar Stunden aus, um das gew\u00fcnschte Ergebnis zu erhalten.<\/li><li>Statt den Most eine Zeit lang mit den Schalen in Kontakt zu lassen, pressen einige Winzer die roten Trauben direkt ab. Der Saft ist dann meistens nur hellrosa<strong>. <\/strong>Er wird sofort weiterverarbeitet<strong>.<\/strong>Dieser Methode bedienen sich \u00fcbrigens die Weing\u00fcter in der Provence sehr gerne. Wenn ein Ros\u00e9-Wein besonders leicht schmeckt, war meistens die <strong>Abpress-Methode<\/strong> im Spiel. Denn es werden kaum Farbpigmente und Aromen aus den Trauben extrahiert. F\u00fcr leichte Sommer-weine also genau richtig.<\/li><li>Das <strong>Saign\u00e8e-Verfahren<\/strong> bedeutet auf Deutsch \u201ebluten\u201c. Bei dieser Herstellung ist der Name tats\u00e4chlich Programm. Denn hier wird der Most zusammen mit den Beerenschalen in einen Tank gef\u00fcllt, sodass diese dann in der Fl\u00fcssigkeit &#8220;ausbluten&#8221;. Statt aber nach einer gewissen Zeit die Maische zu entfernen, l\u00e4sst der Winzer einen Teil des rosafarbenen Mosts einfach ab. Meistens \u00fcbrigens so zwischen zehn und zwanzig Prozent. Der restliche Most bleibt mit den Schalen im Tank und wird sp\u00e4ter mal ein besonders kr\u00e4ftiger Rotwein. Ros\u00e9-Weine, die das Saign\u00e9e-Verfahren durchlaufen haben, kann man \u00fcbrigens gut erkennen. Sie sind besonders dunkel und sehr farbintensiv.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Quellen: Weinfreunde, Wikepedia, eigene Recherche<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Reihe leichte Sommerweine werden nach der letzten Verkostung von wei\u00dfen Sommer-weinen nunmehr am 9.7. Ros\u00e8-Weine versucht. 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