﻿{"id":26422,"date":"2018-03-21T13:44:47","date_gmt":"2018-03-21T11:44:47","guid":{"rendered":"http:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/?p=26422"},"modified":"2018-03-21T16:08:28","modified_gmt":"2018-03-21T14:08:28","slug":"muskateller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/muskateller\/","title":{"rendered":"Muskateller"},"content":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr eine Familie! Mehr als 200 Verwandtschaften z\u00e4hlt die Muskateller Rebe. Alle haben das charakteristische Muskataroma. Es sind leichte Weine, rassig und mit feiner S\u00e4ure, fruchtig, wobei die Fruchtaromen je nach Herkunft des Weins an heimische oder exotische Fr\u00fcchte erinnern.<br \/>\nDie Beeren der unterschiedlichen Variationen des Muskatellers zeigen ein breites Farbspektrum: wei\u00df, gelb, grau, gr\u00fcn, rosa, rot. braun, violett, blau bis schwarz. Woher der Name f\u00fcr den Wein herkommt, ist ungewiss. Vielleicht kommt er vom lateinischen Wort &#8220;musca&#8221;, Fliege, da Fliegen die stark duftenden Beeren sehr lieben. \u00dcber das italienische Wort &#8220;moscatello&#8221; ist dann der Name zu uns gekommen.<br \/>\nMuskateller gilt als eine der \u00e4ltesten Rebsorten der Welt. Vermutlich brachten ph\u00f6nizische und griechische Siedler die Rebe aus Kleinasien in den Mittelmeerraum, wo sich der daraus gewonnene Wein bald grosser Beliebtheit erfreute. M\u00f6glich ist, dass bereits Plinius der \u00c4ltere um 60 n. Chr. den Muskateller als &#8220;Uva Apiana&#8221; beschrieben hat.<br \/>\nKarl der Gro\u00dfe lie\u00df sich diesen Wein bringen und auch von Kaiser Friedrich I, Barbarossa, ist bekannt, dass er ihn sehr sch\u00e4tzte. Im Nibelungenlied wird berichtet, dass Markgraf R\u00fcdiger von Bechelaren (heute P\u00f6chlarn), der seine Besitzungen in der Region Melk in \u00d6sterreich und \u00f6stlich davon hatte, die Nibelungen auf deren Zug zum K\u00f6nig Etzel in der Stadt Traismauer bewirtete und einen gepriesenen Muskateller ausschenkte.<br \/>\nEin Soldatenlied aus dem 16. Jahrhundert singt folgendes Lob:<\/p>\n<p>  Der liebste Buhle, den ich han, der liegt beim Wirt im Keller.<br \/>\n  Er hat ein h\u00f6lzins R\u00f6cklin an und hei\u00dft der Muskateller.<br \/>\n  Er hat mich n\u00e4chten trunken g&#8217;macht und fr\u00f6hlich diesen Tag vollbracht;<br \/>\n  drum geb&#8217; ich ihm ein&#8217; gute Nacht.<br \/>\n  Von diesem Buhlen, den ich mein&#8217;, will ich dir bald eins bringen.<br \/>\n  Es ist der allerbeste Wein, macht lustig mich zu singen.<br \/>\n  Frischt mir das Blut, giebt freien Mut, als durch sein Kraft und Eigenschaft.<br \/>\n  Nun gr\u00fc\u00df&#8217; ich dich, mein Rebensaft.<\/p>\n<p>Zu den edelsten Vertretern des Muskatellers geh\u00f6rt der Gelbe Muskateller. Er sollte in guten Lagen gepflanzt werden. In windoffenen Lagen neigt er zum Verrieseln. Die Rebe ist frostempfindlich. Deswegen wurde sie weitgehend in s\u00fcdlichen Regionen angebaut und erobert erst seit kurzem die deutschen Weinanbaugebiete.<br \/>\nDie Weingilde wird sich in ihrer Mitgliederversammlung mit Bergstr\u00e4\u00dfer Weinen vom Gelben und vom Roten Muskateller besch\u00e4ftigen.<br \/>\n\u00dcbrigens: Verschiedene Rebsorten, die den Begriff &#8220;Muskat&#8221; im Namen tragen, wie Morio Muskat, Muskat Silvaner oder Wildmuskat, geh\u00f6ren nicht zur Muskatellerfamilie.<\/p>\n<p>Quellen: Taschenbuch der Rebsorten, &#8230;weinfreunde.de, Allgemeines Deutsches Kommersbuch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr eine Familie! Mehr als 200 Verwandtschaften z\u00e4hlt die Muskateller Rebe. Alle haben das charakteristische Muskataroma. 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