﻿{"id":19972,"date":"2017-10-29T00:05:22","date_gmt":"2017-10-28T22:05:22","guid":{"rendered":"http:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/?p=19972"},"modified":"2017-10-29T10:56:43","modified_gmt":"2017-10-29T08:56:43","slug":"wein-fuer-martin-luther","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weingilde-bergstrasse.de\/wordpress\/wein-fuer-martin-luther\/","title":{"rendered":"Wein f\u00fcr Martin Luther"},"content":{"rendered":"<p>Unbestritten: Wein war das bevorzugte Getr\u00e4nk Martin Luthers. Zwar braute seine Frau Katharina auch Bier, doch bei seinen Tischrunden wurde Wein getrunken. &#8220;Der Wein ist gesegnet und hat ein Zeugnis in der Schrift, das Bier aber geh\u00f6rt zur menschlichen \u00dcberlieferung&#8221;, f\u00fchrte Luther in einer seiner Tischreden aus. Mit diesem Bezug auf die vielen Stellen in der Bibel, wo der Wein, der Weinberg und die Rebe angesprochen werden, zeigt sich die hervorgehobene Bedeutung, die Luther dem Wein zumisst. Er hat seinen Platz im Gottesdienst. Genau so wichtig ist er aber auch f\u00fcr das menschliche Wohlbefinden: &#8220;Das Brot st\u00e4rkt des Menschen Herz, der Wein aber macht ihn fr\u00f6hlich.&#8221;<\/p>\n<p>Welchen Wein bevorzugte Martin Luther? Bei der Beantwortung dieser Frage geben die Historiker keine eindeutige Antwort. Gesprochen wird von Rheinwein, Frankenwein und Els\u00e4sser. Weine von bestimmter Herkunft, die Rebsorte war offenbar von untergeordneter Bedeutung. Frau Dr. Erika Maul vom Geilweiler Hof ist sich sicher, dass zu Luthers Zeit vor rund 500 Jahren die auch heute noch bekannten Muskateller und Gutedel getrunken wurden. Viele der damals kultivierten Rebsorten sind nahezu ausgestorben. Sie werden von den Forschungsinstituten und von historisch interessierten Winzern und Rebveredlern wie Antes aus Heppenheim wiederbelebt. Es sind Namen wie G\u00e4nsf\u00fc\u00dfer, Hammelhoden, S\u00fc\u00dfschwarz, Hartblau und M\u00f6hrchen. Heunisch, Elbling und Traminer haben ebenso eine lange Geschichte, die \u00fcber die Lutherzeit hinaus reicht.<\/p>\n<p>Martin Luther hatte einen kleinen eigenen Weinberg und in seinem Haus befand sich ein Weinkeller. Dort lagerte er die vielen ihm als Geschenk \u00fcbergebenen Weine. Auch sein Landesherr, Kurf\u00fcrst Friedrich der Weise von Sachsen, lie\u00df ihm das eine oder andere Fass bringen.<\/p>\n<p>Verb\u00fcrgt ist, dass Martin Luther besonders den Malvasier sch\u00e4tzte. Der Malvasier ist eine in S\u00fcdeuropa verbreitete Rebsortenfamilie, aus der damals vornehmlich ein s\u00fc\u00dfer, einem Lik\u00f6rwein \u00e4hnlicher Wein hergestellt wurde. F\u00fcr Luther war der Malvasier &#8220;eine rechte heilsame Arzenei und Labsal&#8221;. Es war der teuerste Wein seiner Zeit. Luther nahm diees Luxusgetr\u00e4nk in ein Gleichnis auf, mit dem er seine Lehre von einem g\u00fctigen Gott verdeutlichte: &#8220;Gott steht nicht mit einem Kn\u00fcppel hinter Dir, sondern mit einem Glas Malvasier vor Dir&#8221;. Und bei seinem Kampf gegen die Vormachtstellung des Papstes sagt er: &#8220;Die p\u00e4pstliche Lehre verh\u00e4lt sich zum Wort Gottes wie saurer Essig zu Malvasier&#8221;.<\/p>\n<p>Quellen: Gesellschaft f\u00fcr die Geschichte des Weins e.V., ntv.de-Wirtschaft_Extra, Wikipedia<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unbestritten: Wein war das bevorzugte Getr\u00e4nk Martin Luthers. 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