Farben des Herbstes

Die Weinernte ist längst eingebracht. In den ersten Wochen des Oktober wurde die letzten roten Rebsorten hereingeholt, die weißen Rebsorten waren spätestens in den letzten Wochen des September reif. Die Vegetationsperiode ist beendet, die Blätter der Reben färben sich rot und gelb. Ein farbfroher Anblick, wenn in den eher trüben Novembertagen die Sonne die Weinberge zum Leuchten bringt.

leuchtendes Herbstlaub der Weinberge zwischen Bensheim und Heppenheim

Die Erntemenge 2019 liegt Bundesdurchschnitt der letzten Jahre, so schreibt es das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Gegenüber dem mengenmäßig starken Jahrgang 2018 sei ein Rückgang von gut 10 % zu verzeichnen. Dabei entfallen rd. 65 % auf Weißmost und 35 % auf Rotmost.

Bei den einzelnen Rebsorten fallen die Rückgänge der Erntemengen unterschiedlich aus. Deutlich weniger brachte der Riesling mit -15 % ( 1,94 Mio hl), Grauer Burgunder und Müller-Thurgau -20 %, Weißer Burgunder -14 %. Erstaunlich ist, dass der Grüne Silvaner einen leichten Zuwachs von vielleicht 3 % verzeichnet. Bei den Rotweinen hat es einen Rückgang von 5 – 7 % gegeben.

An der Hessischen Bergstraße dürfte der Rückgang der Erntemengen in ähnlicher Größe liegen, vielleicht sogar etwas stärker sein. Es gibt Weinbauern, die von der geringsten Menge seit langem sprechen.